Bodo Bratke

Bodo Bratke und Dr. Jan Reijs

Bodo Bratke


Nach seinem Eintritt in die SPD gründet er 1968 die Derik-Baegert-Gesellschaft e. V. So klar der Name durch die Bezugnahme auf den in Wesel geborenen spätgotischen Maler Derik Baegert auf eine historische Größe verweist, so klar wendet sich das Programm in die Zukunft. Die Vereinssatzung spricht von "Jugend- und Erwachsenenbildung sowie der Förderung des künstlerischen Nachwuchses". Es gehe darum, "Künstlern die Gelegenheit zu geben, ihre Werke in den Räumen des Atelier-Zentrums Schloß Ringenberg auszustellen" und um Begegnungen zwischen "deutschen und ausländischen Künstlern", sowie um die Durchführung von "Vorträgen, Diskussionen und Studienfahrten". Bodo Bratke initiiert als Vorstandsvorsitzender der Derik-Baegert-Gesellschaft e. V. beim Kreis Wesel ein erstes Residenzstipendium und eine Kooperation mit der VHS Wesel. In den 70er Jahren folgen weitere Stipendien aus Mitteln des Landes NRW und mehrere freie Vermietungen von Wohnateliers an Künstler. Als sich in den 80er Jahren der Weggang der Familie v. Plettenberg und ein damit verbundener Verkauf von Schloss Ringenberg anbahnt, bildet die Derik-Baegert-Gesellschaft e. V. unter Bratke eine wesentliche politische Flanke auf dem kommunal sehr umstrittenen Weg zum Ankauf des Hauses durch die Stadt Hamminkeln. 1984 wird das Schloss Baudenkmal, drei Jahre später wird das dazugehörige Areal Bodendenkmal. Ab 1987 finden aufwändige Restaurierungsarbeiten mit Mitteln des Landes NRW und der Euregio sowie ein großflächiger Ausbau des Residenzstipendienprogrammes durch das Land statt.

 zurück