Ringenberger Schlosskonzert

Veranstaltungen
Wolfgang Kostujak
Sonntag, 18. August, 20:00 Uhr

Musica ficta:
Ungeschriebene Kompositionen des 17. und 18. Jahrhunderts
Imitationen, Zitate, Adaptionen:
Musik als Verwandlungskunst

Stefan Horz, Cembalo und Wolfgang Kostujak, Orgel

Ringenberger Schlosskonzert


"Musica ficta" bezeichnet ursprünglich eine Musik, die bei der Aufführung ihre Gestalt verwandelt, eine Musik, die so, wie wir sie hören, als niedergeschriebene Komposition niemals existiert hat. Auch wenn es dabei im ursprünglichen Wortsinn um etwas vollkommen anderes geht, greift unser Programm den Begriff auf, weil hier einen ganzen Abend lang Musik für eine Besetzung zu hören sein wird, die es – in komponierter Form – überhaupt nicht gibt: Das Doppel aus Cembalo und Orgel.
So werden Sie etwa die "Apothéose de Lully" in einer Fassung für diese Instrumente hören. François Couperin hatte den Zyklus ursprünglich für zwei Oberstimmen und zwei Bässe aufgeschrieben. Im Vorwort schreibt er aber, die Musik ließe sich sehr gut auch auf zwei "Clavecins" oder zwei anderen Tasteninstrumenten darstellen. Das habe er persönlich im Kreis seiner Familie und seiner Schüler ausprobiert.
Auf dieser Grundlage wird das Programm des Abends allerhand Kammermusikwerke vorstellen, die ihre Komponisten nachträglich für Cembalo und Orgel umgeschrieben haben. In letzter Konsequenz gestatten sich Horz und Kostujak dann noch einmal die Freiheit, eine Triosonate von Johann Sebastian Bach nach Couperins Muster neu zu gestalten.


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Eintrittspreis 15 EUR / 10 EUR (Auszubildende, Schüler, Studierende)

Telefonische Reservierung bitte unter 02852-9659950

Reservierung via eMail hier