Die Familie von Plettenberg

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Wappen derer von Plettenberg

Die Familie von Plettenberg

Im Jahr 1924 kauft die Familie v. Plettenberg das schon sehr stark heruntergekommene Schloss. Mit Mühe konnte das Schloss bis zum II. Weltkrieg bewohnt und ein wenig renoviert werden.
Die Schwiegertochter des Käufers, Gräfin Elisabeth-Charlotte von Plettenberg berichtet später: "Der Saal hatte (...) keine Fenster und keinen Fußboden. Die Fensteröffnungen waren mit Brettern vernagelt, von außen schwarz gestrichen und mit weißen Sprossen bemalt, um Fenster vorzutäuschen. Barocke Fensterläden (...) waren im Keller als Kartoffelkisten verarbeitet. Das Dach war schadhaft, es regnete durch. (...) Im Turm des Nordflügels (dicken Turm oder Spuckturm) waren in allen Geschossen nur Fußbodenreste. Man konnte durch alle 3 Geschosse bis aufs Kellergewölbe sehen."
Im Jahr 1945 werden Schloss und Ortschaft Ringenberg durch Artillerie und Fliegerbomben zu fast 40 % zerstört. Maximilian von Plettenberg, dem Sohn des Käufers, war es nur schleppend möglich, das ohnehin ruinöse Schloss vollständig wiederherzustellen.
Im Südflügel gibt es neben der Wohnung der gräflichen Familie zwei Mietwohnungen und eine private Galerie.
Im Jahr 1984 wird das Gebäude als Baudenkmal, drei Jahre später als Bodendenkmal eingetragen. Nach dem Tod des Grafen Maximilian von Plettenberg kommt das Schloss 1989 schließlich in den Besitz der Gemeinde Hamminkeln.

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